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Wie wird man Fotograf/in!?

Wie bin ich Fotografin geworden…

… jaaaa,  zuerst wollte ich diesen Beitrag nennen „Wie wird man Fotograf/in?“. Aber das ist leider echt ein Fass ohne Boden, es gibt soooooo viele Wege Fotograf zu werden: zum Beispiel ein Studium, dass könnte sein Design, oder Fotodesign, oder Kommunikationsdesign oder wie die ganzen Studiengänge heißen…. (alle genannten sind tatsächlich unterschiedliche Studiengänge! Auch wenn sie sich alle gleich anhören, aber Design ist nicht gleich Design. Das ist wie… Sport. Sport ist nicht gleich Sport, da gibt es Tennis, und Tischtennis, und Laufen, und Tanzen und und und…) Oder man macht eine Ausbildung. Bei einem niedergelassenen Fotografen, oder bei einer Firma die eine Grafikabteilung hat und auch Fotografen beschäftigt, oder eine Agentur, oder eine Studiokette oder, oder, oder.  Wie du siehst, kann ich dir da nicht helfen 😀 Tausend Wege führen nach Rom. Aber nur weil man irgendwie und irgendwo irgendwas mit Fotografie zu tun hatte, heißt das nicht dass man auch fotografieren kann!! Ich habe schon Fototechniker kennengelernt (schon wieder ein anderer beruf, den ich da oben nicht benannt habe), die können dir jedes Objektiv von jeder Marke herunterbeten, oder dir ein gesamtes Studio einrichten. Ihr eigenes Portfolio ist aber gruselig… … …! Nur weil du die Technik kennst, heißt das nicht, dass du ein Bild gestalten kannst…

Ok, soweit so gut. Also, wie habe ich es gemacht!? Ja, also ich habe mit 14 Jahren schon die analoge Kamera meiner Eltern in den Händen gehabt. Da habe ich mir die Anleitung reingezogen und mir durch lesen und ausprobieren angeeignet, wie das geht. Mit dem Film. Und dem Iso-Wert. Und der Blende… An der Schule hatten wir ein Fotolabor, da habe ich in einer AG mitgemacht und gelernt wie man Fotopapier belichtet. Das Dings mit den Papieren und den Wannen und dem roten Licht, you know?! Nach dem Abitur habe ich eine Ausbildung zur Grafikerin gemacht, an einer Berufschule. Da hatten wir auch ein Labor. Und ein Studio. Da hab ich dann weiter rumprobiert. Und dann habe ich Grafikdesign studiert. Da hatten wir auch ein Labor und ein Studio. 😀 Ehrlich gesagt habe ich das nicht mitbekommen, dass ich mich für Fotografie interessierte. Ich war felsenfest davon überzeugt, dass ich Grafikerin werde. Diagramme erstellen und so. Hübsche Illustrationen zeichnen. Im Vertiefungsstudium habe ich dann weiterhin Fotografie-Kurse gewählt, und plötzlich befand ich mich im Bachelor-Kurs für Fotografie. Bis zu dem Zeitpunkt war ich davon überzeugt, dass ich nicht fotografieren kann. Es geht ja nicht nur darum den Auslöser im richtigen Moment zu drücken, sondern auch das Bild nicht zu verkacken (Unschärfe, Über- oder unterbelichtet) und ein gestalterisch ansprechenden Ausschnitt zu finden!

Tja, bis meine Bachelorarbeit einschlug wie ne Bombe. Einige Preise mit gewonnen. Ich war selber ganz überrascht. Jaaa, und dann hat man seinen „Ruf weg“ würde ich sagen. Weil die Freunde und Bekannte nun einen ein Jahr lang mit einer kamera haben rumrennen sehen, fragen alle, ob man sie mal fotografieren kann. Ja, kann ich. Habe ich gesagt. Habe ich auch gemacht. Sah aber kacke aus. 😀 hahahaha. Also ist mein Anspruch immer weiter gewachsen, ein „schönes“ Bild zu machen. Und hundertausend Arbeitsstunden sind wir also nun hier. Bei Laura O Fotografie mit zwei Angestellten und Ladenlokal. Ok? OK!

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